Fragen und Antworten zu Ulmia / Georg Ott
Informationen zu den wichtigsten Meilensteinen von Ulmia
Geschichte der Georg Ott Werkzeug und Maschinenfabrik
Georg Ott (1853–1927) lernte das Handwerk bei Joseph Steiner in Laupheim, bevor er sich im Jahr 1877 mit 24 Jahren selbstständig machte.
Exkurs: Die Jos. Steiner & Söhne / Laupheimer Werkzeugfabrik wurde 1859 in Laupheim gegründet und entwickelte sich zur größten Holzwerkzeugfabrik Europas mit zeitweise 160–180 Mitarbeitern. Produziert wurde alles, was ein Schreiner brauchte, sowie Hobel- und Werkbänke für diverse Holzberufe und Schülerwerkstätten. Die Laupheimer Werkzeugfabrik wurde 1991 geschlossen, übrig blieb nur die Fachraum-Sparte “Famos”.
1877: Gründung durch Schreinermeister Georg Ott in der Ulmer Radgasse.
1879: Die erste Handgehrungssäge wurde zum Patent angemeldet (Patentschrift Nr. 45111 vom 4.2.1888). Erst durch Georg Otts eigene Reisetätigkeit wurde der Handgehrungssäge schließlich zum Durchbruch verholfen.
1887: Erwerb einer stillgelegten Wagenfabrik am Frauentor; Erweiterung auf Kreissägen, Bilderrahmenwerkzeuge, patentierte Momentschraubzwingen, Parkettböden, Lohnarbeiten; später Maschinen zum automatischen Feilen und Schränken von Bandsägen.
1893: Eine Studienreise über mehrere Monate in die USA und der Besuch der Weltausstellung Chicago führten in der Folgezeit unter anderem zur grundlegenden Verbesserung seiner Ulmia Hobelbank.
1894: Gebrauchsmuster Nr. 21788 – die Geburtsstunde des Ulmer Reformhobels.
Von praktisch allen Hobelherstellern übernommen; Reformhobel waren der Stolz jeder Werkstatt.
1896: Die Hobelbankzange wurde verbessert (Vorderzangen-Patent)
1896: Entwicklung einer Bandsägen-Schränkmaschine (Handbetrieb, Schwungrad)
1898: Neubau in der Fabrik König-Wilhelm-Straße (Firmensitz bis 1998). Sohn Rudolf Ott tritt ein.
1899: Einführung der französischen Hobelbankvorderzange mit automatischer Parallelführung
1907: Es werden rund 150 Mitarbeiter beschäftigt.
1916: Umwandlung in eine oHG, Rudolf Ott und Schwiegersohn Carl Peschke als Teilhaber. Georg Ott erhält von König Wilhelm II. den Titel Königlicher Kommerzienrat.
1945: Die Fabrikanlage wird bei einem Bombenangriff total zerstört. Wiederaufbau am gleichen Ort binnen vier Jahren.
1973: Erwerb Zweigwerk Straß, Fachraum-Einrichtungen werden dorthin verlagert.
1998: Umzug ins Ulmer Industriegebiet Donautal.
2002: Insolvenz im 125. Jahr des Bestehens.
Explosionszeichnungen und weitere Informationen zu Maschinen
Bandsägen
BS
Hobelmaschinen
1410
Tischkreissägen und Formatkreissägen
Universa K
Universa KH
Universa AH
Uni 2
1607
1610
1611
1612
1622
1625
1631
1634
1707
1710
1712
1728
1729
KS 1
KS 2
KS 300
Absauggerät
AG
AG 2
AG 3
Tischfräsen
KF 70
TF 100
TFN 100
UF 300
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